Genauso interessant wie Figuren sind Archetypen.

Manchmal lese ich Figuren in einem Roman, die wirken einfach flach, wie aus altem Papier ausgerissen.

Und dann begegnen mir wieder in einem ganz simplen Geschichte wie “Schlaflos in Seattle“ eine Figur, die ich witzig finde. (Ich werde hier im Blog vor allem auch Filmbeispiele benutzen, weil die schicht weiter bekannt sind).

(Foto: http://www.altfg.com)

Warum es in „Sleepless“ komische Archetypen gibt, dazu mehr im nächsten Blog.

Manchmal treten sie wirklich nur für eine kurze Zeit auf, haben eine Szene. Und trotzdem sind sie wichtig.

Der Grund, warum diese Figuren bei uns so einen Eindruck, vielleicht auch nur unbewusst, hinterlassen: Sie sind sogenannte Archetypen.

Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Archetypus

Setze ich sie beim Schreiben in einer Geschichte ein, bekommt sie in jedem Fall mehr Tiefe.

Ein Archetyp ist erst zuerst einmal eine Rolle, die eine bestimmte Figur in einer Geschichte spielt. C.G. Jung sagte, Archetypen sind Teil des kollektiven Unbewussten http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Unbewusstes, etwas, das alle Menschen gemeinsam haben, egal, aus welcher Kultur sie kommen.

Deshalb können wir sie als Autoren auch so gut gebrauchen. Es gibt einer Figur einen stärkeren Hintergrund und eine größere Bedeutung, als wenn es einfach nur eine alte Frau ist, die der Heldin einen Apfel mitgibt.

(Foto: fr-online.de)

Wer mehr über Archetypen erfahren will:

Damit haben sich z.B.

C.G. Jung http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Jung

und der Mythenforscher Joseph Campbell http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell

befasst.

In loser Folge werde ich auf www.autorencafe .com ein bisschen über Archetypen bloggen.

Wo geht´s los?

Natürlich mit der Hauptfigur, dem Helden und der Heldin:

Held – Heldin

Mit ihr/ihm wollen wir uns als Leser identifizieren, mit seinen/ihren Stärken und Schwächen – und mit dem, was er oder sie lernt.

Hier möchte ich kurz sagen, dass für mich der Held/die Heldin nicht gleich jemand ist, der heldenhaft handelt – es ist für mich im weiteren einfach die Hauptfigur, die Protagonistin.

Und es gibt oft den Anti-Helden : z.B. Rick in Casablanca:

(Foto: doktormacro.com)

Rick ist nicht jung und schön, und er ruft auch nicht gleich: „Wo ist das Schwert für die nächste Aventiure!“ Zunächst.

Noch Fragen und Vorschläge?

Letzte Woche bekam ich die Mail von einer lieben Kollegin vom Journalistinnen-Bund http://www.journalistinnen.de/  .Sie soll einen Artikel darüber schreiben, warum Frauen nicht so viel bloggen.

Ich dachte  hmmh?! Eine seltsame Ausdrucksweise. Es erinnerte ich daran, dass ich mal eine bekannte Komponistin interviewt habe, Barbara Heller – die war auch ständig damit konfroniert, dass die Leute sagten: „Komponistinnen – es gibt keine Komponistinnen – nenne mir eine!“

Nun gibt es seit tausenden von Jahren Komponistinnen und dazu gerade in den letzten 200 Jahren einige wichtige. Nur weil man nichts von etwas weiß, heißt ja nicht, dass es was nicht gibt, oder?

Genauso mit den Bloggerinnen. Deshalb hat es mich gefreut, als ich davon hörte, dass anlässlich der Frauen-Fußball-WM http://www.dfb.de/index.php?id=504446 dieses Jahr eine Frauen-Blog-WM gibt.

Und was soll ich sagen: autorencafe ist im Achtelfinale – jöh!

Zuerst sah es so aus, als sei ich raus, aber der Bauchtanz-Blog, gegen den ich angetreten war, hatte wohl ein paar mal zuviel mit dem Bauch (oder mit anderen Dingen) gewackelt und ist disqualifiziert worden.

Wer weiter nicht nur für meinen, sondern für ganz viele andere tolle Blogs von Frauen stimmen möchte – hier ist der Link:

http://bit.ly/mLru4C  

Wer noch nie bei einem Barcamp war – bitte hingehen!

Laut Wikipedia.de ist ein BarCamp ist eine offene Tagung, deren Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern im Tagungsverlauf selber entwickelt werden.

Das Barcamp gestern und heute war u.a. gesponsort von

http://www.cas.de/ CAS Software und http://www.kizoo.com/

KIZOO Technology Ventures – dafür war eben auch alles umsonst.

Tipps für Barcamp Newbies: Nimm Deinen Laptop, das Netbook, das IPad oder wenigstens das Smartphone mit – inklusive Netzteil(e). Haben offensichtlich alle getan:

Merke: Laptopdichte 100 Prozent.

Informationsaustausch ebenfalls komplett. Alles zu Apps, Xing und SEO, was auch und vor allem Autoren interessieren könne, wenn sie schreiben und vor allem gelesen werden wollen.

Mein kleines Netbook hatte leider nicht immer genug Akkuleistung, um lange durchzuhalten. Gott sei Dank weiß ich, wie Konferenzräume gebaut sind:

Da, wo eine runde oder eckige Platte in den Boden eingelassen sind, warten Steckdosen auf dich!

Was soll ich sagen – hat geklappt!

Super Barcamp inklusive Rhabarberkuchen!

Noch mehr Tipps?

Hier in der kleinen Reihe Roman-Baukasten geht´s diesmal um Figuren:

Hannibal Lector,

(Foto: hemator.files.wordpress.de)

Miss Marple

(Foto:ioff.de)

oder Scarlett O´Hara

(Foto: 1.bp.blogspot.com)

So langsam tauchen jetzt die Figuren aus eurem Projekt vor euren Augen auf – falls sie das nicht schon vorher getan haben.

OK, jetzt kann man im Projektordner für jede Hauptfigur eine Datei anlegen.

So.

Ganz wichtig ist, sich 3 Dinge zu überlegen:

Ziel-Motivation-Konflikt.

Leicht gesagt, oder? Es geht genauer gesagt, darum, sich folgendes zu fragen:

Was ist das Ziel der Figur? (Ziel)

Scarlett O´Hara will Ashley – und möglichst gut durch die Wirren des Sezessionskrieges kommen.

       Warum verfolgt sie es? (Motivation)

Miss Marple will Mörder fangen, weil… es ihr Spaß macht! Hannibal Lector tut es, weil er gerne Interessantes isst…

       Warum erreicht sie (die Figur) es (vorerst) nicht? (Konflikt)

Scarlett sieht sich mit einem Krieg zwischen Nord- und Südstaaten konfrontiert, Miss Marple mit dummen Polizisten und widerspenstigen Verdächtigen.

Blöde Fragen?

Vielleicht nicht. Ich habe mal mehrere hundert Seiten vor mich hin geschrieben, die zu nichts führten, weil… meine Heldin gar kein Ziel hatte.

Oder was meint ihr?

 

Scarlett O´Hara oder Miss Marple

Keiner weiß irgendwas? Und das sollen Schreibtipps sein?!

Nobody Knows Anything ist ein Satz aus den sehr empfehlenswerten Memoiren „Adventures In The Screentrade“ des Hollywood-Autors William Goldman:

(Foto: wikipedia.com)

Wer sich dafür interessiert – sein Buch hat es übrigens sogar zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht:

http://en.wikipedia.org/wiki/Adventures_in_the_Screen_Trade

Wenn der Autor von einem so einem bestechenden Werk wie dem Watergate-Thriller „All The Presidents Men“ („Die Unbestechlichen“ mit Dustin Hoffman und Robert Redford) und „Butch Cassidy und Sundance Kid“ das sagt, will das schon was heißen.

Im Ernst: Wer jetzt vor seinen Ordnern, Fotos,  Notizen, Tagebüchern und einer Menge Ideen sitzt, hat verdammt viele Möglichkeiten – und das Schöne ist: Keine ist falsch!

Wie die amerikanische Autorin und Schreib-Coach Holly Lisle

( http://hollylisle.com/ )

sagt: Man kann eine Idee aus ganz verschiedenen Richtungen her ausarbeiten:

z.B. vom Aufbau her

von einer Struktur (z.B. 365 Rezepte in 365 Tagen)

von den Figuren

von einer Welt (man denke an Harry Potter)

– und von ganz vielen anderen Blickwinkeln.

Meistens arbeite ich jetzt an mehreren „Arbeitstischen“ gleichzeitig:

Ich habe eine Figur im Kopf und fange an, zu recherchieren. Sie soll z.B. Jurist sein. Jetzt merke ich bei der Recherche, „hey, die meisten Juristen sind ganz anders, als ich mir meine Figur gedacht habe“. Ändere ich ihn – oder wird er gerade dadurch, dass er anders als der Rest seiner Profession ist, so interessant?

Zum Thema Figuren, habe ich bereits ein paar Blogs geschrieben – einer der Wege, sich seinen Figuren zu nähern, ist z.B. das Enneagramm:

Die erste Folge findet sich hier:

https://autorencafe.com/2010/12/12/9-typen-und-ideen-das-enneagram-oder-was-ist-der-fatale-fehler-der-figuren/

Die Autoren-Geister scheiden sich ja in Vielem beim Schreiben, so auch bei der Wahl der Mittel zu diesem Zeitpunkt:

Es gibt grob gesehen zwei Lager:

Die Intuitiven, die einfach losschreiben und gucken, was passiert (ich persönlich habe eine Datei dafür, die ich „Doodle“ nenne, einfach herumspielen). Und dann gibt es die Planer, auch Plotter (von Plot = Handlung) genannt. Sie planen jetzt die Struktur der Geschichte.

Ein gewisser Bauplan empfiehlt sich sich übrigens – beim Schreiben eines Romans ist es ein bisschen wie beim Hausbau -ohne Bauplan könnte man feststellen, dass es keine Tür zum Garten oder – oh Gott! – kein Klo gibt).

Ich will hier erst mal nur einen Überblick über die vielen Wege zum Plot geben. Deshalb hier erst mal ein paar Links zu den Hauptwegen, einen Plot zu bauen.

Zuerst zu Plot/Handlung bei Wiki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Handlung_(Erz%C3%A4hlkunst)#Grundformen_der_Handlung

Dann ist da die 3-Akt-Struktur, die nicht nur für Theaterstücke, sondern auch für Romane gilt. Autor Write-x schreibt zwar, wie er sagt, noch nicht so lange, aber seine Abbildung des 3-Akt-Modells ist finde ich , schön anschaulich:

 http://pagewizz.com/storyaufbau-mit-der-drei-akte-struktur/

Dann gibt es die uralte Reise des Helden, bekannt geworden durch den Mythenforscher Joseph Campbel und den Filmemacher George Lucas, der sie für seine Star Wars-Filme verwandt hat. So gut wie jeder Disneyfilm basiert übrigens auch darauf:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise

Gibt´s noch andere Handlungsmodelle, die ihr empfehlt und mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

<!-- Blog Top Liste - by TopBlogs.de --> <a href="http://www.topblogs.de/"><img border="0" src="http://www.topblogs.de/tracker.php?do=in&id=14278" alt="Blog Top Liste - by TopBlogs.de" /></a> <!-- /Blog Top Liste - by TopBlogs.de --> 

OK, also ich habe ein neues Projekt und ich bin immer noch beim Brainstormen, bei der Stoff- und Ideensammlung. Ich weiß ja nicht, wie´s anderen Autoren und Autorinnen geht, aber ich fühle mich immer ganz wohl, wenn ich meine Arbeitswerkzeuge zur Hand habe. Möglichst alle sollten zum Schreiben griffbereit sein.

Also lege ich mir erstmal auf dem PC oder Laptop einen neuen Ordner für mein neues Projekt an. Da  rein kommen z.B. diese Unterordner:

In den Figuren- oder Charaktere-Ordner kommen alle möglichen Notizen und später längere Sammlungen zu den einzelnen Figuren. In den Plot-Ordner alle Dateien, die mit dem Aufbau und der Struktur der Geschichte zu tun haben, bei Recherche alle Artikel und Links, die ich für´s Schreiben zu dem Projekt brauche. „Doodle“ ist für mich der Ausdruck für die Malereien, die ich mache, während ich telefoniere – also alles, was komplett spielerisch ist und ins Unreine gedacht, dazu alles, was in keinen der anderen Ordner passt.

Dazu fange ich noch an, ein Arbeits-Journal zu führen. Bevor ich an den eigentlichen Text gehe, schreibe ich erst mal, was mir gerade so durch den Kopf geht – oder was ich nicht vergessen darf.

Ah, noch etwas zu den Figuren und zur Recherche.

Ich mache mir für meine Bilder-Sammlung gerne einen Power-Point-Ordner für meine Fotos und alle Bilder, die ich im Internet oder sonstwo gefunden habe:

Auf den Power-Point-Folien kann man man Fotos wunderbar austauschen und herumschieben, finde ich.

Und was für die Hand natürlich:

Noch mehr Anregungen für´s Organisieren? Wie macht ihr es?

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Ziele hat man viele, Ideen auch, und manchmal kommt alles zusammen: Es gibt die  Hefter, Ordner, die Dateien mit Ideen und irgendwann nimmt man sie sich vor und denkt: Da mach ich jetzt was draus!

Es gibt viele Wege, einen Roman zu schreiben – und jeder ist richtig!

Hier und in den folgenden Blogs will ich einfach  ein paar Möglichkeiten beschreiben, wie man sich einem Roman nähern kann. Dabei bin ich absolut neugierig auf andere Ideen und Vorschläge.

Anfangen ist gar nicht so einfach, und ich rede jetzt gar nicht vom ersten Satz (das kommt später noch).

Ich habe oft in Filmen die Figur eines Autoren oder einer Autorin gesehen – grade die Amerikaner sitzen dann  am PC vor einer Seite, auf der steht:

„“Die Kuchenbäckerin“ – ein Roman von Duff Kunkel“

und dann kommt erst mal nix. Noch bildlicher sind die Filme, wo der Autor vor der Schreibmaschine sitzt und das Blatt mit der „Die Kuchenbäckerin, ein Roman von Duff Kunkel“ schaut oben aus der Maschine heraus.

Gute Idee, es so zu machen?

Ich für mein Teil denke: Es geht auch anders.

Bei mir kommt zuerst mal das Brainstorming.

Ich gucke was ich so habe:

Zeitungsartikel, Radiobeiträge, Fernsehen, Bücher, Geschichten, das Internet, Bilder, Dateien auf dem PC zu bestimmten Themen etc.

Zum Brainstormen kann ich mich an den PC setzen oder einen Block nehmen, egal.

Ich kann jetzt Listen machen oder eine sogenannte Mind-Map:

Dazu setzt man sich einfach nur hin und malt um jeden Einfall, den man hat, einen möglichst bunten Kreis – und man verbindet, was Sinn macht. Es kann sein, dass das Blatt zu voll wird oder wenn klar wird, in welche Richtung die Sache geht. Dann nimmt man ein neues Blatt und nimmt einen der früheren Unterpunkte als Ausgangspunkt.

So sieht das dann in etwas aus:

Die Abbildung entstand, weil mir für ein Romanprojekt absolut nicht einfallen wollte, was meine Heldin denn alles renovieren könnte.

Ich habe dazu übrigens eine I-Phone-App benutzt, die SimpleMind heißt (die App SimpleMind+ ist gratis):

http://www.simpleapps.eu/simplemind/

Mehr Links zu Mind Maps hier:

Die allgemeine Info bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mind-Map

Eine ganze Menge Abbildungen von Maps bei Google:

http://www.google.de/search?q=%2Bmind+maps&hl=de&biw=1024&bih=585&prmd=ivnsb&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=KATdTe-KDcfIswbN3eXhDg&ved=0CFIQsAQ

Und noch mal eine kleine Einführung in Mind Maps:

http://www.zmija.de/mindmap.htm

Diese möglichst bunten Spinnennetze zu bestimmten Themen locken die künstlerisch begabtere rechte Hirnhälfte aus ihrem Versteck.

Die logische rechte Hirnhälfte mit dem Kritiker, der ständig sagt: „Du kannst das eh nicht. Wer hat denn übrigens behauptet, das gerade du schreiben kannst?“ – die lassen wir am besten mal im Schrank und drehen den Schlüssel um.

Ich freue mich über Fragen und Komentare – wohlgemerkt: das war erst Teil eins…

Ich war also auf der re:publica, dem größten deutschen Blogger-, besser Internet-Kongress:

www.re-publica.de/

Was gibt es da Neues für Autoren, Autorinnen und Journalisten und alle, die schreiben? Die Zahl der Panels war riesig, der Andrang auch – gut! Die Organisatoren haben sich echt Mühe gegeben, im Friedrichsstadtpalast, Quatsch-Comedyclub und vor allem in der Kalkscheune die verschiedensten Angebote zu bieten.

Was ich für mich als Autorin davon mitgenommen habe, ist unter anderem etwas, das ich in den USA schon seit einiger Zeit beobachte:

Willst du publiziert werden, schaff dir erst mal selber deine „Arbeitsproben“. Sprich: mach z.B. einen Blog. Kost nix und man ist in der Welt. Der Rest kommt dann oft von alleine.

Beispiele von der re:publica 2011?

In der Menge, die im Innenhof der Kalkscheune für die Veranstaltung über Modeblogs anstand, hörte ich zufällig ein Gespräch. Ein Publizistikstudent und eine junge Frau aus Berlin. Sie hatte einen Modeblog und konnte wohl auch mit dessen Hilfe einen Praktikumsplatz bei der Kreativ-Plattform Dawanda ergattern:

http://de.dawanda.com/

Mittlerweile hat sie da eine Festanstellung.

Oder Anna Weilberg, die, basierend auf ihrer Magisterarbeit über Modeblogs, einen Vortrag über  – na Modeblogs hielt:

Erst ein eigener Modeblog, dann die Arbeit bei http://www.elle.de/

Keine Lust auf Streetfashion? OK.

Beispiel 3 – in den USA mittlerweile sehr gebräuchlich: Schreib einen Blog, das Buch kommt nach.

Ich lese jede Woche von Deals mit Bloggern – Fiction und Non-Fiction,  also sowohl Belletristik als auch Sachbücher.

Bekanntestes Beispiel:

Julie and Julia: My Year of Cooking Dangerously von Julie Powell,
verfilmt mit Meryl Streep:

http://www.amazon.de/Julie-Julia-Meryl-Streep/dp/B00341PME6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1303043846&sr=8-1

Julie Powell nahm sich einfach vor, in 365 Tagen 365 Rezepte der amerikanischen Koch-Göttin Julia Childs nachzukochen – und darüber zu bloggen.

Das entsprechende Beispiel auf der re:publica?

Anke Gröner – hier zusammen mit Jörg Kantel, Don Dahlmann und Felix Schwenzel auf dem Panel „10 Jahre Blogs in Deutschland“.

Erst schrieb sie Filmkritiken auf ihrem Blog – für die Kollegen in der Werbeagentur – jetzt schreibt sie einen coolen Foodblog (Kochblog ok) – http://www.ankegroener.de/?p=8357

und – sie hat einen Buchvertrag in der Tasche.

Noch mehr Beispiele?

Leser und Blogger Stephan Waldscheidt (www.schriftzeit.de) hat  in einem Kommentar zu einem meiner Blogs über alte Komödien (Screwballs-Comedies) etwas sehr Richtiges gesagt:

„Das Schöne an Drehbüchern oder Filmen: Viele wichtige Marker im Text, wie etwa Wendepunkte, lassen sich in der im Vergleich zum Roman knapperen Form viel leichter erkennen. Gerade Hollywood-Filme gehorchen häufig den immer gleichen Mustern, die man so wunderbar erkennen kann.
Und wenn man bei einem guten Film noch was fürs eigene Schreiben lernt, umso besser.“

Ich sehe das genauso.

Deshalb hier ein paar weitere Links zu Quellen, wo man sich als Autor auch von Romanen ein paar neue Ideen holen kann:

Da ist zum einen die riesige Drehbuch-Plantage

http://www.simplyscripts.com/

Hier gibt es  alles: Drehbücher von A-Z, das gleiche für TV-Drehbücher. Wer wissen will, wie „Two And A Half Men“ oder „Alien“ funktioniert, ist hier richtig. Die Formen sind verschieden: Oft erwischt man eine pdf.-Version eines Original-Scripts, manchmal hat sich „nur“ jemand die enorme Arbeit gemacht, alles haarklein mitzuschreiben.

In Deutschland gibt es da leider nicht so viel.

http://www.zweitausendeins.de/catalogsearch/result/?q=drehbuch&cat=

hingewiesen. Bei Zweitauseneins gibt es z.B. eines der besten Bücher über´s Schreiben (nicht nur über das Schreiben von Filmen):

Christopher Voglers „Die Odyssee des Drehbuchschreibers“.

Vogler ist einer der Vertreter der Dramentheorie der „Reise des Helden“ nach den Forschungen des Mythenforschers Joseph Campbell. Voglers absolut wissenswertes Buch gibt es leider nicht im normalen Buchhandel, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, mal die Seite von Zweitausendeins zu besuchen.

Noch andere Tipps mit Seiten im Netz für Autoren, die Ihr geben würdet?

Neun Typen, um alle möglichen Menschen zu beschreiben? Das wäre ein bisschen dünn. Deswegen schreibe ich heute noch was zu der einen Sorte von Kombinationen, die einem als Autor beim Schreiben helfen können: Die Flügel und die Pfeile.

Erstmal zur Erinnerung: Das Enneagramm arbeitet mit neun verschiedenen Persönlichkeitsmustern und ihren Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für „neun“ und gramma heißt „Modell“.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Sicht auf die Welt  – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Damit ist es aber nicht zu Ende. Auf der Enneagramm-Abbildung sieht man lauter Linien, die einzelne Enneagramm-Typen miteinander verbinden.

Pfeile

Am auffälligsten sind die Pfeile: Jede Spitze des Enneagramms ist mit zwei anderen Spitzen verbunden – diese beiden Spitzen nennt man „Pfeile“. Es heißt, dass, wenn meine Figur als jeweiliger Typ entspannt ist, sie die positiven Eigenschaften der mit ihr verbundenen Typen annimmt. Jetzt kann man mit dem Finger auf die Reise gehen: Von der 1 zur 7 zur 5, zur 8, zur 2, zur 4 und zurück zur 1. Und von der 3 zur 6 zur 9 zur 3.

Die Enneagramm-Experten sagen das so: Die Eins (die Perfektionisten) „bewegt“ sich zur Sieben (dem Abenteurer), die ewig enthusiastische Sieben zur ruhigeren Fünf (dem Beobachter) und so weiter. Man holt sich das, was normalerweise im Typ etwas unterrepräsentiert ist.

Das ist die positive Richtung. Gibt es Stress, kann die Figur auch in die andere Richtung gehen: Die Einser-Figur nimmt die negativen Eigenschaften der Vier (Eifersucht, sich Sorgen machen), dann der Zweier (Stolz) etc. an.

Flügel

Und es gibt die Flügel: Jeder Typ hat links und rechts von seinem Standpunkt auf dem Enneagramm ja einen anderen Typ. oft vermischt sich die Persönlichkeit mit den Eigenschaften des Nachpartypen.

Ein paar Beispiele:

(Foto:chiefalfredoblog)

John Wayne wird als Achter gesehen, der eher zur genusssüchtigen Neun herüberneigt – diese Achter werden „die Bären“ genannt.

(Foto:commons-wikimedia.org)

Eine andere Achterin, Bette Davis, wird dagegen als „Maverick“, als Rebellin, eingeschätzt, weil sie eher in Richtung der abenteuerlustigen Sieben tendieren haben soll.

Was habt ihr schon mit diesen Kombinationen erlebt?

Ich finde ja am spannendsten, wenn ich mich hinsetze und die einzelnen Figuren kombiniere – darüber mehr das nächste Mal.

Kathrin Sebens

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