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Ziele hat man viele, Ideen auch, und manchmal kommt alles zusammen: Es gibt die  Hefter, Ordner, die Dateien mit Ideen und irgendwann nimmt man sie sich vor und denkt: Da mach ich jetzt was draus!

Es gibt viele Wege, einen Roman zu schreiben – und jeder ist richtig!

Hier und in den folgenden Blogs will ich einfach  ein paar Möglichkeiten beschreiben, wie man sich einem Roman nähern kann. Dabei bin ich absolut neugierig auf andere Ideen und Vorschläge.

Anfangen ist gar nicht so einfach, und ich rede jetzt gar nicht vom ersten Satz (das kommt später noch).

Ich habe oft in Filmen die Figur eines Autoren oder einer Autorin gesehen – grade die Amerikaner sitzen dann  am PC vor einer Seite, auf der steht:

„“Die Kuchenbäckerin“ – ein Roman von Duff Kunkel“

und dann kommt erst mal nix. Noch bildlicher sind die Filme, wo der Autor vor der Schreibmaschine sitzt und das Blatt mit der „Die Kuchenbäckerin, ein Roman von Duff Kunkel“ schaut oben aus der Maschine heraus.

Gute Idee, es so zu machen?

Ich für mein Teil denke: Es geht auch anders.

Bei mir kommt zuerst mal das Brainstorming.

Ich gucke was ich so habe:

Zeitungsartikel, Radiobeiträge, Fernsehen, Bücher, Geschichten, das Internet, Bilder, Dateien auf dem PC zu bestimmten Themen etc.

Zum Brainstormen kann ich mich an den PC setzen oder einen Block nehmen, egal.

Ich kann jetzt Listen machen oder eine sogenannte Mind-Map:

Dazu setzt man sich einfach nur hin und malt um jeden Einfall, den man hat, einen möglichst bunten Kreis – und man verbindet, was Sinn macht. Es kann sein, dass das Blatt zu voll wird oder wenn klar wird, in welche Richtung die Sache geht. Dann nimmt man ein neues Blatt und nimmt einen der früheren Unterpunkte als Ausgangspunkt.

So sieht das dann in etwas aus:

Die Abbildung entstand, weil mir für ein Romanprojekt absolut nicht einfallen wollte, was meine Heldin denn alles renovieren könnte.

Ich habe dazu übrigens eine I-Phone-App benutzt, die SimpleMind heißt (die App SimpleMind+ ist gratis):

http://www.simpleapps.eu/simplemind/

Mehr Links zu Mind Maps hier:

Die allgemeine Info bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mind-Map

Eine ganze Menge Abbildungen von Maps bei Google:

http://www.google.de/search?q=%2Bmind+maps&hl=de&biw=1024&bih=585&prmd=ivnsb&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=KATdTe-KDcfIswbN3eXhDg&ved=0CFIQsAQ

Und noch mal eine kleine Einführung in Mind Maps:

http://www.zmija.de/mindmap.htm

Diese möglichst bunten Spinnennetze zu bestimmten Themen locken die künstlerisch begabtere rechte Hirnhälfte aus ihrem Versteck.

Die logische rechte Hirnhälfte mit dem Kritiker, der ständig sagt: „Du kannst das eh nicht. Wer hat denn übrigens behauptet, das gerade du schreiben kannst?“ – die lassen wir am besten mal im Schrank und drehen den Schlüssel um.

Ich freue mich über Fragen und Komentare – wohlgemerkt: das war erst Teil eins…

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Ich war also auf der re:publica, dem größten deutschen Blogger-, besser Internet-Kongress:

www.re-publica.de/

Was gibt es da Neues für Autoren, Autorinnen und Journalisten und alle, die schreiben? Die Zahl der Panels war riesig, der Andrang auch – gut! Die Organisatoren haben sich echt Mühe gegeben, im Friedrichsstadtpalast, Quatsch-Comedyclub und vor allem in der Kalkscheune die verschiedensten Angebote zu bieten.

Was ich für mich als Autorin davon mitgenommen habe, ist unter anderem etwas, das ich in den USA schon seit einiger Zeit beobachte:

Willst du publiziert werden, schaff dir erst mal selber deine „Arbeitsproben“. Sprich: mach z.B. einen Blog. Kost nix und man ist in der Welt. Der Rest kommt dann oft von alleine.

Beispiele von der re:publica 2011?

In der Menge, die im Innenhof der Kalkscheune für die Veranstaltung über Modeblogs anstand, hörte ich zufällig ein Gespräch. Ein Publizistikstudent und eine junge Frau aus Berlin. Sie hatte einen Modeblog und konnte wohl auch mit dessen Hilfe einen Praktikumsplatz bei der Kreativ-Plattform Dawanda ergattern:

http://de.dawanda.com/

Mittlerweile hat sie da eine Festanstellung.

Oder Anna Weilberg, die, basierend auf ihrer Magisterarbeit über Modeblogs, einen Vortrag über  – na Modeblogs hielt:

Erst ein eigener Modeblog, dann die Arbeit bei http://www.elle.de/

Keine Lust auf Streetfashion? OK.

Beispiel 3 – in den USA mittlerweile sehr gebräuchlich: Schreib einen Blog, das Buch kommt nach.

Ich lese jede Woche von Deals mit Bloggern – Fiction und Non-Fiction,  also sowohl Belletristik als auch Sachbücher.

Bekanntestes Beispiel:

Julie and Julia: My Year of Cooking Dangerously von Julie Powell,
verfilmt mit Meryl Streep:

http://www.amazon.de/Julie-Julia-Meryl-Streep/dp/B00341PME6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1303043846&sr=8-1

Julie Powell nahm sich einfach vor, in 365 Tagen 365 Rezepte der amerikanischen Koch-Göttin Julia Childs nachzukochen – und darüber zu bloggen.

Das entsprechende Beispiel auf der re:publica?

Anke Gröner – hier zusammen mit Jörg Kantel, Don Dahlmann und Felix Schwenzel auf dem Panel „10 Jahre Blogs in Deutschland“.

Erst schrieb sie Filmkritiken auf ihrem Blog – für die Kollegen in der Werbeagentur – jetzt schreibt sie einen coolen Foodblog (Kochblog ok) – http://www.ankegroener.de/?p=8357

und – sie hat einen Buchvertrag in der Tasche.

Noch mehr Beispiele?

Leser und Blogger Stephan Waldscheidt (www.schriftzeit.de) hat  in einem Kommentar zu einem meiner Blogs über alte Komödien (Screwballs-Comedies) etwas sehr Richtiges gesagt:

„Das Schöne an Drehbüchern oder Filmen: Viele wichtige Marker im Text, wie etwa Wendepunkte, lassen sich in der im Vergleich zum Roman knapperen Form viel leichter erkennen. Gerade Hollywood-Filme gehorchen häufig den immer gleichen Mustern, die man so wunderbar erkennen kann.
Und wenn man bei einem guten Film noch was fürs eigene Schreiben lernt, umso besser.“

Ich sehe das genauso.

Deshalb hier ein paar weitere Links zu Quellen, wo man sich als Autor auch von Romanen ein paar neue Ideen holen kann:

Da ist zum einen die riesige Drehbuch-Plantage

http://www.simplyscripts.com/

Hier gibt es  alles: Drehbücher von A-Z, das gleiche für TV-Drehbücher. Wer wissen will, wie „Two And A Half Men“ oder „Alien“ funktioniert, ist hier richtig. Die Formen sind verschieden: Oft erwischt man eine pdf.-Version eines Original-Scripts, manchmal hat sich „nur“ jemand die enorme Arbeit gemacht, alles haarklein mitzuschreiben.

In Deutschland gibt es da leider nicht so viel.

http://www.zweitausendeins.de/catalogsearch/result/?q=drehbuch&cat=

hingewiesen. Bei Zweitauseneins gibt es z.B. eines der besten Bücher über´s Schreiben (nicht nur über das Schreiben von Filmen):

Christopher Voglers „Die Odyssee des Drehbuchschreibers“.

Vogler ist einer der Vertreter der Dramentheorie der „Reise des Helden“ nach den Forschungen des Mythenforschers Joseph Campbell. Voglers absolut wissenswertes Buch gibt es leider nicht im normalen Buchhandel, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, mal die Seite von Zweitausendeins zu besuchen.

Noch andere Tipps mit Seiten im Netz für Autoren, die Ihr geben würdet?

Neun Typen, um alle möglichen Menschen zu beschreiben? Das wäre ein bisschen dünn. Deswegen schreibe ich heute noch was zu der einen Sorte von Kombinationen, die einem als Autor beim Schreiben helfen können: Die Flügel und die Pfeile.

Erstmal zur Erinnerung: Das Enneagramm arbeitet mit neun verschiedenen Persönlichkeitsmustern und ihren Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für „neun“ und gramma heißt „Modell“.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Sicht auf die Welt  – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Damit ist es aber nicht zu Ende. Auf der Enneagramm-Abbildung sieht man lauter Linien, die einzelne Enneagramm-Typen miteinander verbinden.

Pfeile

Am auffälligsten sind die Pfeile: Jede Spitze des Enneagramms ist mit zwei anderen Spitzen verbunden – diese beiden Spitzen nennt man „Pfeile“. Es heißt, dass, wenn meine Figur als jeweiliger Typ entspannt ist, sie die positiven Eigenschaften der mit ihr verbundenen Typen annimmt. Jetzt kann man mit dem Finger auf die Reise gehen: Von der 1 zur 7 zur 5, zur 8, zur 2, zur 4 und zurück zur 1. Und von der 3 zur 6 zur 9 zur 3.

Die Enneagramm-Experten sagen das so: Die Eins (die Perfektionisten) „bewegt“ sich zur Sieben (dem Abenteurer), die ewig enthusiastische Sieben zur ruhigeren Fünf (dem Beobachter) und so weiter. Man holt sich das, was normalerweise im Typ etwas unterrepräsentiert ist.

Das ist die positive Richtung. Gibt es Stress, kann die Figur auch in die andere Richtung gehen: Die Einser-Figur nimmt die negativen Eigenschaften der Vier (Eifersucht, sich Sorgen machen), dann der Zweier (Stolz) etc. an.

Flügel

Und es gibt die Flügel: Jeder Typ hat links und rechts von seinem Standpunkt auf dem Enneagramm ja einen anderen Typ. oft vermischt sich die Persönlichkeit mit den Eigenschaften des Nachpartypen.

Ein paar Beispiele:

(Foto:chiefalfredoblog)

John Wayne wird als Achter gesehen, der eher zur genusssüchtigen Neun herüberneigt – diese Achter werden „die Bären“ genannt.

(Foto:commons-wikimedia.org)

Eine andere Achterin, Bette Davis, wird dagegen als „Maverick“, als Rebellin, eingeschätzt, weil sie eher in Richtung der abenteuerlustigen Sieben tendieren haben soll.

Was habt ihr schon mit diesen Kombinationen erlebt?

Ich finde ja am spannendsten, wenn ich mich hinsetze und die einzelnen Figuren kombiniere – darüber mehr das nächste Mal.

Kathrin Sebens

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