Keiner weiß irgendwas? Und das sollen Schreibtipps sein?!

Nobody Knows Anything ist ein Satz aus den sehr empfehlenswerten Memoiren „Adventures In The Screentrade“ des Hollywood-Autors William Goldman:

(Foto: wikipedia.com)

Wer sich dafür interessiert – sein Buch hat es übrigens sogar zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht:

http://en.wikipedia.org/wiki/Adventures_in_the_Screen_Trade

Wenn der Autor von einem so einem bestechenden Werk wie dem Watergate-Thriller „All The Presidents Men“ („Die Unbestechlichen“ mit Dustin Hoffman und Robert Redford) und „Butch Cassidy und Sundance Kid“ das sagt, will das schon was heißen.

Im Ernst: Wer jetzt vor seinen Ordnern, Fotos,  Notizen, Tagebüchern und einer Menge Ideen sitzt, hat verdammt viele Möglichkeiten – und das Schöne ist: Keine ist falsch!

Wie die amerikanische Autorin und Schreib-Coach Holly Lisle

( http://hollylisle.com/ )

sagt: Man kann eine Idee aus ganz verschiedenen Richtungen her ausarbeiten:

z.B. vom Aufbau her

von einer Struktur (z.B. 365 Rezepte in 365 Tagen)

von den Figuren

von einer Welt (man denke an Harry Potter)

– und von ganz vielen anderen Blickwinkeln.

Meistens arbeite ich jetzt an mehreren „Arbeitstischen“ gleichzeitig:

Ich habe eine Figur im Kopf und fange an, zu recherchieren. Sie soll z.B. Jurist sein. Jetzt merke ich bei der Recherche, „hey, die meisten Juristen sind ganz anders, als ich mir meine Figur gedacht habe“. Ändere ich ihn – oder wird er gerade dadurch, dass er anders als der Rest seiner Profession ist, so interessant?

Zum Thema Figuren, habe ich bereits ein paar Blogs geschrieben – einer der Wege, sich seinen Figuren zu nähern, ist z.B. das Enneagramm:

Die erste Folge findet sich hier:

https://autorencafe.com/2010/12/12/9-typen-und-ideen-das-enneagram-oder-was-ist-der-fatale-fehler-der-figuren/

Die Autoren-Geister scheiden sich ja in Vielem beim Schreiben, so auch bei der Wahl der Mittel zu diesem Zeitpunkt:

Es gibt grob gesehen zwei Lager:

Die Intuitiven, die einfach losschreiben und gucken, was passiert (ich persönlich habe eine Datei dafür, die ich „Doodle“ nenne, einfach herumspielen). Und dann gibt es die Planer, auch Plotter (von Plot = Handlung) genannt. Sie planen jetzt die Struktur der Geschichte.

Ein gewisser Bauplan empfiehlt sich sich übrigens – beim Schreiben eines Romans ist es ein bisschen wie beim Hausbau -ohne Bauplan könnte man feststellen, dass es keine Tür zum Garten oder – oh Gott! – kein Klo gibt).

Ich will hier erst mal nur einen Überblick über die vielen Wege zum Plot geben. Deshalb hier erst mal ein paar Links zu den Hauptwegen, einen Plot zu bauen.

Zuerst zu Plot/Handlung bei Wiki:

http://de.wikipedia.org/wiki/Handlung_(Erz%C3%A4hlkunst)#Grundformen_der_Handlung

Dann ist da die 3-Akt-Struktur, die nicht nur für Theaterstücke, sondern auch für Romane gilt. Autor Write-x schreibt zwar, wie er sagt, noch nicht so lange, aber seine Abbildung des 3-Akt-Modells ist finde ich , schön anschaulich:

 http://pagewizz.com/storyaufbau-mit-der-drei-akte-struktur/

Dann gibt es die uralte Reise des Helden, bekannt geworden durch den Mythenforscher Joseph Campbel und den Filmemacher George Lucas, der sie für seine Star Wars-Filme verwandt hat. So gut wie jeder Disneyfilm basiert übrigens auch darauf:

http://de.wikipedia.org/wiki/Heldenreise

Gibt´s noch andere Handlungsmodelle, die ihr empfehlt und mit denen ihr gute Erfahrungen gemacht habt?

<!-- Blog Top Liste - by TopBlogs.de --> <a href="http://www.topblogs.de/"><img border="0" src="http://www.topblogs.de/tracker.php?do=in&id=14278" alt="Blog Top Liste - by TopBlogs.de" /></a> <!-- /Blog Top Liste - by TopBlogs.de --> 
Advertisements