Ich war also auf der re:publica, dem größten deutschen Blogger-, besser Internet-Kongress:

www.re-publica.de/

Was gibt es da Neues für Autoren, Autorinnen und Journalisten und alle, die schreiben? Die Zahl der Panels war riesig, der Andrang auch – gut! Die Organisatoren haben sich echt Mühe gegeben, im Friedrichsstadtpalast, Quatsch-Comedyclub und vor allem in der Kalkscheune die verschiedensten Angebote zu bieten.

Was ich für mich als Autorin davon mitgenommen habe, ist unter anderem etwas, das ich in den USA schon seit einiger Zeit beobachte:

Willst du publiziert werden, schaff dir erst mal selber deine „Arbeitsproben“. Sprich: mach z.B. einen Blog. Kost nix und man ist in der Welt. Der Rest kommt dann oft von alleine.

Beispiele von der re:publica 2011?

In der Menge, die im Innenhof der Kalkscheune für die Veranstaltung über Modeblogs anstand, hörte ich zufällig ein Gespräch. Ein Publizistikstudent und eine junge Frau aus Berlin. Sie hatte einen Modeblog und konnte wohl auch mit dessen Hilfe einen Praktikumsplatz bei der Kreativ-Plattform Dawanda ergattern:

http://de.dawanda.com/

Mittlerweile hat sie da eine Festanstellung.

Oder Anna Weilberg, die, basierend auf ihrer Magisterarbeit über Modeblogs, einen Vortrag über  – na Modeblogs hielt:

Erst ein eigener Modeblog, dann die Arbeit bei http://www.elle.de/

Keine Lust auf Streetfashion? OK.

Beispiel 3 – in den USA mittlerweile sehr gebräuchlich: Schreib einen Blog, das Buch kommt nach.

Ich lese jede Woche von Deals mit Bloggern – Fiction und Non-Fiction,  also sowohl Belletristik als auch Sachbücher.

Bekanntestes Beispiel:

Julie and Julia: My Year of Cooking Dangerously von Julie Powell,
verfilmt mit Meryl Streep:

http://www.amazon.de/Julie-Julia-Meryl-Streep/dp/B00341PME6/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1303043846&sr=8-1

Julie Powell nahm sich einfach vor, in 365 Tagen 365 Rezepte der amerikanischen Koch-Göttin Julia Childs nachzukochen – und darüber zu bloggen.

Das entsprechende Beispiel auf der re:publica?

Anke Gröner – hier zusammen mit Jörg Kantel, Don Dahlmann und Felix Schwenzel auf dem Panel „10 Jahre Blogs in Deutschland“.

Erst schrieb sie Filmkritiken auf ihrem Blog – für die Kollegen in der Werbeagentur – jetzt schreibt sie einen coolen Foodblog (Kochblog ok) – http://www.ankegroener.de/?p=8357

und – sie hat einen Buchvertrag in der Tasche.

Noch mehr Beispiele?

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