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Genauso interessant wie Figuren sind Archetypen.
Manchmal lese ich Figuren in einem Roman, die wirken einfach flach, wie aus altem Papier ausgerissen.
Und dann begegnen mir wieder in einem ganz simplen Geschichte wie “Schlaflos in Seattle“ eine Figur, die ich witzig finde. (Ich werde hier im Blog vor allem auch Filmbeispiele benutzen, weil die schicht weiter bekannt sind).
(Foto: http://www.altfg.com)
Warum es in “Sleepless” komische Archetypen gibt, dazu mehr im nächsten Blog.
Manchmal treten sie wirklich nur für eine kurze Zeit auf, haben eine Szene. Und trotzdem sind sie wichtig.
Der Grund, warum diese Figuren bei uns so einen Eindruck, vielleicht auch nur unbewusst, hinterlassen: Sie sind sogenannte Archetypen.
Mehr dazu hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Archetypus
Setze ich sie beim Schreiben in einer Geschichte ein, bekommt sie in jedem Fall mehr Tiefe.
Ein Archetyp ist erst zuerst einmal eine Rolle, die eine bestimmte Figur in einer Geschichte spielt. C.G. Jung sagte, Archetypen sind Teil des kollektiven Unbewussten
http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektives_Unbewusstes
, etwas, das alle Menschen gemeinsam haben, egal, aus welcher Kultur sie kommen.
Deshalb können wir sie als Autoren auch so gut gebrauchen. Es gibt einer Figur einen stärkeren Hintergrund und eine größere Bedeutung, als wenn es einfach nur eine alte Frau ist, die der Heldin einen Apfel mitgibt.
(Foto: fr-online.de)
Wer mehr über Archetypen erfahren will:
Damit haben sich z.B.
C.G. Jung
http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Gustav_Jung
und der Mythenforscher Joseph Campbell
http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Campbell
befasst.
In loser Folge werde ich auf www.autorencafe .com ein bisschen über Archetypen bloggen.
Wo geht´s los?
Natürlich mit der Hauptfigur, dem Helden und der Heldin:
Held – Heldin
Mit ihr/ihm wollen wir uns als Leser identifizieren, mit seinen/ihren Stärken und Schwächen – und mit dem, was er oder sie lernt.
Hier möchte ich kurz sagen, dass für mich der Held/die Heldin nicht gleich jemand ist, der heldenhaft handelt – es ist für mich im weiteren einfach die Hauptfigur, die Protagonistin.
Und es gibt oft den Anti-Helden : z.B. Rick in Casablanca:
(Foto: doktormacro.com)
Rick ist nicht jung und schön, und er ruft auch nicht gleich: “Wo ist das Schwert für die nächste Aventiure!” Zunächst.
Noch Fragen und Vorschläge?
Willkommen zu Teil 9 der kleinen Enneagramm-Reihe.
Noch einmal kurz zum Enneagramm: Es baut auf neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander auf. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.
(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)
Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.
Heute sind die Achter dran. Die Achter kennt jeder Autor und man könnte meinen, beim Schreiben käme man fast nicht ohne sie aus. Achter sind ehrlich gesagt die Typen, die jede Leser oder Zuschauerin als Prototypen des Helden kennt:
(Foto: chiefalfredo.blog)
So ziemlich jede Rolle, die John Wayne je gespielt hat, war ein Achter.
Oder dieser Achter:
(Foto: portalestoria.net) Gerhard Schröder
Achter sind selbstbewusst und natürliche Führer. Sie sind der Boss. Sie sind es gewohnt, die Leitung zu übernehmen, etwas fertig zu bringen – und darauf zu achten, dass alle das Gleiche abbekommen. Wenn sie etwas wollen, dann bekommen sie es auch – dabei schauen sie immer noch nach denen, für die sie sich sorgen. Sie verteidigen die Schwachen – wie ein Sheriff im Wilden Westen. Sie sagen die Dinge klar heraus – und erwarten, dass andere es genauso machen – warum drumherum reden?
(Foto: commons.wikimedia.org) Bette Davis als Margo Channing, im Leben wie in All About Eve ein Achter
Es ist kein Wunder, dass sich unter großen Politikern so viele Achter finden:
(Foto: http://www.thenutgraph.com) Indira Ghandi
Zur Zeit des kalten Krieges standen sich in den 60er Jahren die beiden Achter Lyndon B. Johnson
(Foto:http://www.famous-people.info)
und Nikita Chrustchow gegenüber.
(Foto:de.academic.ru)
Achter haben, wie alle anderen Typen natürlich auch, ihre dunklen Seiten:
Da ist der Achter Batman (dessen Alter Ego, Bruce Wayne, eigentlich ein Fünfer ist):
und da ist der Schatten, Darth Vader:
Nichts geht über einen Achter als böser Gegner. Oder als treu sorgender Familienvater, der ein Pate ist:
(Foto: community.codemasters.com)
Don Vito Corleone aus Mario Puzos Der Pate/The Godfather), in der Verfilmung gespielt von Marlon Brando.
Der Fehler der Achter: Die Lust
Dabei geht es nicht darum, dass Achter jedem Rock/jeder Hose hinterherjagen. Es ist die Lust an der Macht, die Lust, alles unter Kontrolle zu haben. Achter wollen die Show am laufen halten und nur sie sollen die nötigen Knöpfe drücken.
Was macht so einem Achter meisten Angst? Verletzlich zu sein, ohne Macht.
Achter sagen auch gerne frei heraus, was sie meinen – wie Regisseur John Huston:
(Foto:paralax-view.org)
Huston drehte u.a. mit Humphrey Bogart die Filmklassiker “Der Schatz der Sierra Madre”, “Der Malteser Falke” und die “African Queen”.
1990 drehte Clint Eastwood den Film “Weißer Jäger, schwarzes Herz”, in dem er die Geschichte der Dreharbeiten zur “African Queen” in Afrika zeigt – mit sich selbst als John Huston:
(Foto: filmicability.blogspot.com)
Wer einen Achter bei der Arbeit sehen will, der kein Blatt vor den Mund nimmt, kann sich den Film mal vornehmen.
Noch mehr Ideen zu Achtern? Immer zu!
Willkommen zu Teil 4 meiner kleinen Enneagramm-Blog-Reihe. Warum gerade das Enneagramm, wenn man sich aufmacht, etwas zu schreiben? Ich bin manchmal ziemlich faul und manchmal will ich es, auch bei Figuren, ziemlich genau wissen. Menschen und damit auch Figuren kommen in allen Größen und Formen, mit ganz verschiedenen Eigenschaften – und mit bestimmten, ganz individuellen Fehlern.
Gerade die sind für Autoren von Interesse – sie bringen, na was wohl? Den Konflikt, den wir brauchen. Um sich Figuren auszudenken, gibt´s alle möglichen Dinge, die man sich einfallen lassen kann. Aber man muss ja, gerade bei Nebenfiguren, nicht immer gleich das Rad neu erfinden
.
Hilfe für Autoren, denen gerade aber so überhaupt nichts einfällt, bieten bestimmte Systeme.
In Teil 4 der Enneagramm-Serie sind die die Dreier dran, die Erfolgstypen und Macher, die Darsteller.
Noch einmal kurz etwas zum Enneagramm: Es baut auf neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander auf. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.
Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – es betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet. Das Folgende, wie auch die bisherigen Enneagramm-Typen, sind natürlich immer im Kontext gesehen. jeder Mensch ist darüberhinaus so verschieden wie wir alle.















