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Im Kommentar von Nitya klang etwas sehr Wichtiges an, das eine Figur mit Hilfe des Enneagramms für´s Schreiben interessant machen kann:

(Foto: barbie-ken-kwick.de)

Ken und Barbie sind so schön voll kommen, wozu braucht meine Figur denn da Fehler? Es ist der Konflikt, Mädels ;).

Nitya schrieb: “Aus spiritueller Sicht geht es in allen neun Ausformungen immer um dasselbe: Wie vermeide ich die Erkenntnis meines ursprünglichen Seins?”

Es muss gar nicht mal so spirituell werden für Autoren. Mit dem Fehler kann die Figur schön nett in ihrer Komfortzone bleiben. Dreier schwindeln gern ein bisschen (oder auch mehr), um ihr Image aufrecht zu erhalten und Vierer tun manchmal alles, um ihre Vision am Leben zu erhalten oder das, was sie für die Wirklichkeit halten.

Und da liegt die Möglichkeit, viel Konflikt zu holen. Der Fehler wird diese Figur auch an ihren tiefsten Punkt führen. Die tragische Figur wird sich nicht ändern und untergehen, die anderen Figuren machen im Verlauf des Stoffs gewisse Änderungen durch.

Deswegen wird aus einem Schweinsbeutel kein Seidentäschchen, aber die Veränderung wird spürbar sein.

Kathrin Sebens

Figuren springen einen ja manchmal als Autorin nicht gerade an. Vielleicht braucht man auch nur eine Idee für eine Nebenfigur. Und Konflikt soll es auch geben. Es gibt verschiedene Systeme, die sich mit psychologischem Hintergrund damit beschäftigen, wie Menschen gestrickt sind. Eines davon ist das Enneagramm. Deshalb möchte ich in einer kleinen Blogreihe die neun Typen des Enneagrams vorstellen.

Nur noch einmal zur Erinnerung: Beim Enneagramm geht es um neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – es betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem menschen dann eine der neun zahlen zugeordnet.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Typ Eins ist der Perfektionist

 

Das sind die Leute mit sehr hohen Standards und Ansprüchen an sich und die ganze Welt.

Da gibt es keine Frage darüber, was richtig und was falsch ist – es gibt keine Grauzone. Und es steht außer Frage dass Einser immer, tun, was das RICHTIGE ist.

Ihr Motto ist: „Ich arbeite daran, die unperfekte Welt zu einer perfekten zu machen.“ Sie streben zuerst mal danach, nicht kritisiert zu werden und dann, Recht zu haben.

In einer schwarz-weißen Welt, gehören sie immer zu den Guten. Grauzone? Welche Grauzone?

Sie stehen immer auf der Seite des Guten, Wahren und der Gerechtigkeit.

Einser sind: ordnungsliebend, zuverlässig,  diszipliniert,  “korrekt”, kritisch, pünktlich und meist gut vorbereitet.

Hier ein paar bekannte Einser:

Edmund Stoiber

(Foto: de-acadeic.ru)

Margaret Thatcher

(Foto: rp-online.de)

Konrad Adenauer war ein Einser

(Foto:sevenload.de)

und natürlich dieser Herr:

(Foto:spockvulcanapmid.org)

Mr. Spock!

Das sind alles Perfektionisten.

Und es gibt die “Advokaten” unter den Einsern: Sie kämpfen für eine gute Sache und lassen sich nicht abbringen. Zwei Vertreterinnen sind z.B. die Schauspielerinnen Jane Fonda und Vanessa Redrave:

Jane Fonda (Foto:lupmac.ch)

Vanessa Redgrave

(Foto:gnepse.com)

Mit allen ihren Kanten sind die Einser, wie alle anderen Typen, nette Menschen.

Ein paar Fehler der Einser sind oben schon aufgetaucht. Hier kommt aber ihr fataler Fehler. Also der, der ihnen die meisten Probleme schafft.

Der fatale Fehler der EINSER: Zorn und Wut oder Groll.

Es sind die Perfektionisten, die richtig wütend werden, wenn sie – oder irgendwer sonst – nicht nach Perfektion strebt.

Was geht einer EINS am meisten auf den Keks, was macht sie wütend?

Unzuverlässigkeit. Seine eigene oder die von jemand anderem. Einser investieren sehr viel Energie in Themen wie Vertrauen – und da liegt sehr viel Konflikt ;) .

Kathrin Sebens

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