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Warm Up für Autoren – Schreibübungen zum Aufwärmen
Jede Sportlerin macht sich erst mal warm, bevor sie ihr Training beginnt – und Autoren? Sitzen, wenn sie Pech haben, vor einem leeren Bildschirm. Hier, in loser Folge, ein paar Aufwärm-Übungen. Eigentlich kann man sie später wegschmeißen – aber manchmal passen sie doch ganz gut zum derzeitigen Projekt.
Also:
Mit Verabredungen hat es in letzter Zeit nicht so geklappt – also haben Freunde ein Blind Date für dich arrangiert. Du sollst den/die Fremde vor einem Café in einem Einkaufszentrum in deiner Nähe treffen. Als deine Verabredung eintrifft, bist du geschockt: Es ist eine Figur aus einem berühmten Roman.
(Foto: onpopcornandmovies.blogspot.com)
Schreib einen kurzen Text über die Begegnung! Wer ist es, wie reagiert sie/oder du und was passiert weiter bei eurer Verabredung?
Hier gibt´s ab jetzt: Schreib-Tipps, von A wie Anfängen bis zu Z wie Ziel z.B. einer Hauptfigur. Dazu alles Mögliche zu Filmen, romantischen Komödien, Romanen und mehr – willkommen beim autorencafé-blog!
Und warum Autorencafé?
Ach – ich dachte einfach an das, was Friedrich Torberg über die alten Kaffeehäuser vor 1933 geschrieben hat:
„Auch die Stammgäste der früheren Literaturcafés waren beschäftigt: zum Teil eben damit, im Kaffeehaus zu sitzen, zum Teil mit Dingen, die sie im Kaffeehaus erledigen konnten und wollten. Dort schrieben und dichteten sie. Dort empfingen und beantworteten sie ihre Post. Dort wurden sie telefonisch angerufen, und wenn sie zufällig nicht da waren, nahm der Ober die Nachrichten für sie entgegen. Dort trafen sie ihre Freunde und ihre Feinde, dort musste man hingehen, wenn man mit ihnen sprechen wollte, dort lasen sie ihre Zeitungen, dort diskutierten sie, dort lebten sie.“
Friedrich Torberg, Traktat über das Wiener Kaffeehaus, 1959
Übrigens, wenn ich von Autoren rede, meine ich auch Autorinnen, und wenn ich von Autorinnen schreibe, meine ich auch Autoren.
Auch wichtig: Es gibt viele verschiedene Arten, zu schreiben und eine Geschichte aufzubauen. Es gibt Autorinnen, die schwören auf die Reise des Helden, es gibt welche, die mögen ein 3-Akt-Struktur und schreiben mit „Plot Points“ (mehr dazu später auch hier), anderen lieben es, eine Geschichte in 5 Akten zu erzählen.
Wer hat Recht?

William Goldman, der Autor von „Butch Cassidy and The Sundance Kid“, und der „Brautprinzessin“ brachte es auf den Punkt:
„Nobody knows anything“ – keiner weiß irgend etwas.
Aber man kann es immer versuchen.
Wie geht ihr mit den vielen Möglichkeiten um, zu schreiben? Analytisch, emotional oder mit einer Mischung?

