(Foto: bbc.co.uk Mma Ramotswe (Jill Scott)  mit ihrem Nachbarn, dem Friseur)

Wie ist das, wenn eine Romanfigur, die man sehr gerne mag, plötzlich  im TV vor einem auftaucht? Ich habe gestern auf Arte die erste Folge von ” Eine Detektivin für Botswana” gesehen. Es ist die erste Folge der Verfilmung der Krimi-Reihe von Alexander McCall Smith.

Der Schotte, der lange Zeit in Afrika gelebt hat, lässt darin die patente Enddreißigerin Mma Ramotswe ihre Fälle mit viel Gelassenheit lösen. – und viel Herz für die Betroffenheit, ja manchmal auch für die Täter.

Es geht hier nicht so um rauchende Colt und dunkle Straßenecken – das geben die wunderbar knalligen Farben Botswanas gar nicht her – gut so. Die gestandene Mma Ramotswe regelt die Dinge auf ihre Art.

Wer sich übrigens gefragt hat, was der Autor und Regisseur Richard Curtis (“Notting Hill”, “Vier Hochzeiten und ein Todesfall” eigentlich so macht – er ist mit Autor und Regisseur Anthony Minghella (“Der englische Patient”, “die Vorleserin”) für diese Serie verantwortlich, die in England von der BBC ausgestrahlt wird.

Die Serie läuft noch bis zum 25. August Donnerstag um 20.15 Uhr – wiederholt wird sie jeweils am Freitag um 14.45 Uhr.

Mehr bei Arte:

http://www.arte.tv/de/4018764,CmC=4006924.html

Zu den Romanen von Alexander McCall Smith: Der erste Fall von Mma Ramotswe scheint auf Deutsch leider nur noch in Restexemplaren zu bekommen zu sein. Er heißt auf jeden Fall “Ein Krokodil für Mma Ramotswe: Der erste Fall der “No.1 Ladies’ Detective Agency” und war im Bastei Lübbe Verlag erschienen. Schade, dass man da im Verlag die Fernsehserie verpennt hat. Das wäre eine Gelegenheit gewesen, die Bände mit neuen Covers wieder aufzulegen. Ich hasse nichts mehr, als in eine Reihe bei Band drei einzusteigen, oder? Die späteren Bände sind scheinbar noch erhältlich. Die englische Version ist auf jeden Fall zu bekommen:

The No. 1 Ladies’ Detective Agency

http://www.amazon.de/No-Ladies-Detective-Agency/dp/034911675X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1312526858&sr=8-

Es lohnt sich: McCall Smith hat mit Mma Ramotswe und ihren Freunden einzigartige Figuren geschaffen – gerade im ersten Band der Reihe habe ich mich selten gleichzeitig so amüsiert und mich gegruselt.


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