Letzte Woche bekam ich die Mail von einer lieben Kollegin vom Journalistinnen-Bund http://www.journalistinnen.de/ .Sie soll einen Artikel darüber schreiben, warum Frauen nicht so viel bloggen.
Ich dachte hmmh?! Eine seltsame Ausdrucksweise. Es erinnerte ich daran, dass ich mal eine bekannte Komponistin interviewt habe, Barbara Heller – die war auch ständig damit konfroniert, dass die Leute sagten: “Komponistinnen – es gibt keine Komponistinnen – nenne mir eine!”
Nun gibt es seit tausenden von Jahren Komponistinnen und dazu gerade in den letzten 200 Jahren einige wichtige. Nur weil man nichts von etwas weiß, heißt ja nicht, dass es was nicht gibt, oder?
Genauso mit den Bloggerinnen. Deshalb hat es mich gefreut, als ich davon hörte, dass anlässlich der Frauen-Fußball-WM http://www.dfb.de/index.php?id=504446 dieses Jahr eine Frauen-Blog-WM gibt.
Und was soll ich sagen: autorencafe ist im Achtelfinale – jöh!
Zuerst sah es so aus, als sei ich raus, aber der Bauchtanz-Blog, gegen den ich angetreten war, hatte wohl ein paar mal zuviel mit dem Bauch (oder mit anderen Dingen) gewackelt und ist disqualifiziert worden.
Wer weiter nicht nur für meinen, sondern für ganz viele andere tolle Blogs von Frauen stimmen möchte – hier ist der Link:


1 Kommentar
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25. November 2012 um 16:58
Peter J. Hakenjos
Sexismus hat viele Gesichter. Darin, dass das andere Geschlecht ausgeschlossen oder für schlechter angesehen wird, gleichen sie sich. Macht es wirklich einen Unterschied, was jemand in der Hose hat, der bloggt? Ich denke nicht. Wenn – wie in meinem Metier als Lehrer geschehen – Fortbildungen für “Lehrerinnen” gibt oder Veranstaltungen, bei der alle “Lehrerinnen” (kein großes I) herzlich eingeladen sind, dann erinnert mich das an den grässlichen Sexismus des 19. und 20. Jahrhunderts, als die Frauen ausgeschlossen wurden. Wettbewerbe für Autroinnen und Autorinnenblogs, sind die anders? Ich denke nicht. Aber ich bin halt auch ein Mann, der 68 miterlebt hat und damals für die Gleichberechtigung der Frau eintrat. Wer heute für Emanzipation ist, tritt für Männer ein, siehe Goslar. Vielleicht ist es gar keine Ehre, in einem solchen Wettbewerb einen Preis zu bekommen. Der Beifall von der falschen Seite ….