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Willkommen zu Teil 7 der kleinen Enneagramm-Reihe für Autoren. ich stelle es hier als nützliches Werkzeug vor, um sich Figruen zu nähern.

Kurz zur Erinnerung: Das Enneagramm arbeitet mit neun verschiedenen Persönlichkeitsmustern und ihren Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für „neun“, gramma heißt „Modell“.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Sicht auf die Welt  – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Übrigens, ich benutze hier die männliche Form, weil sie kürzer ist. Natürich sind immer auch Frauen gemeint.

Typ Sechs – Der Loyale, der Skeptiker, der Ängstliche.

Diese Menschen kriegen die Arbeit getan. Sie sind sich immr der Regeln und Gesetze bewusst – und sie wollen sie auf jeden Fall einhalten – oder: Sie auf jeden Fall brechen (das ist der contra-phobische Sechser, der James Dean-Rebell, der keine Angst hat).

James Dean als Jett Rink in Giant nach dem Roman von Edna Ferber mit Elisabeth Taylor als Leslie Benedict

(Foto: http://www.filmreference.com)

Auf jeden Fall sind Sechser sehr loyal und immer auf der Suche, wo sich die Gefahr verstecken mag. Es ist gut, sie an der Seit und auf seiner Seite zu haben.

Ein typischer Sechser: Woody Allen mit Diane Keaton im Stadtneurotiker/AnnieHall

(Foto:http://www.jmberlin.de)

Sechser haben oft einen großen Sinn für Humor und viel Charm: das hilft ihnen, sich sicher zu fühlen in einer gefährlichen Welt.

Sechser sind glücklich, wenn sie sich sicher und beschützt fühlen

Der fatale Fehler der Sechser ist Angst und Furcht.

Sechster sind die Verteidiger, sie sind sich immer irgendeiner Gefahr bewusst und sorgen sich darum, wie sie damit umgehen sollen. Ihre größte Sorge ist, hilflos zu sein, sich und ihre Lieben nicht retten zu können.

Ein berühmter Verteidiger/Defender: J. Edgar Hoover, der Begründer der amerikanischen Bundespolizei F.B.I.

(Foto:www.cinemaretro.com)

Alles, das diese Sorge irgendwie anreizt oder zu einer Fliehen-oder -Kämpfen-Situation führt, wird zu einer Herausforderung für Sechser.

Noch ein Sechser-Defender: Richard Nixon

Seine Art, mit den Demokraten umzugehen führt zum Watergate-Skandal und letztlich zu seiner Amtsenthebung.

(Foto: http://www.shittheysay.com)

Ein Sechser, der die Angst auf die Spitze trieb: Der republikanische Senator Andrew McCarthy sorgte in den fünfziger Jahren mit seinem Ausschuss gegen unamerikanische Aktivitäten für Kommunistenjagd in den USA und ein allgemeines Angstklima

(Foto: http://www.tonypapard.info)

Die letzten drei Sechser zeigen, was passieren kann, wenn ein Sechser es mit der Angst zu tun bekommt.

Ansonsten gehören Sechser zum klassischen Repertoire, wenn es darum geht, Figuren zu schaffen:

Bert Lahr als der ängstliche Löwe im Zauberer von Oz/Wizard of Oz

Meg Ryan als Kanadierin Kate in French Kiss

(Foto: d2eosjbgw49cu5.cloudfront.net)

Die Kandierin Kate, die Meg Ryan in French Kiss spielt, ist eine typische Sechs: Sie hat Angst vorm Fliegen, sie sehnt sich danach, Wurzeln zu bekommen: die amerikanische Staatsbürgerschaft, ein Haus und einen Ehemann. Und natürlich verliert sie gleich in den ersten zehn Minuten so gut wie alles.

Das macht Sechser auch zu so dankbaren Figuren für Autoren- wir und die Leser sehen einfach gerne zu, wie sie nach Wegen suchen, mit ihren Ängsten fertig zu werden. Und sie sind dabei einfach viel sympatischer als die chicen Dreier oder die Führertypen Marke Acht.

Fallen euch noch andere Sechser ein oder habt ihr Anmerkungen?

 

Kathrin Sebens

Willkommen zu Teil 6 meiner kleinen Enneagramm-Reihe. Man muss nicht an so etwas wie das Ennegramm “glauben” – ich benutze es einfach als Werkzeug, wenn ich ein bisschen Unterstützung brauche. Dazu gibt es ja noch so viele andere Möglichkeiten, sich seinen Figuren zu nähern…

Nur noch einmal zur Erinnerung: Das Enneagramm arbeitet mit neun verschiedenen Persönlichkeitsmustern und ihren Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Sicht auf die Welt  – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Der Fünfer-Typ ist der Beobachter, der Denker.

Er versenkt sich lieber hinter einem Buch, als draußen in der Welt in irgendetwas involviert zu werden. Die Fünfer halten sich gerne etwas zurück, bleiben gerne bei sich. Sie können wie verrückt etwas studieren, aber immer aus der Entfernung. Und sie teilen sich ihr Leben gerne auf: hier die Arbeit, da die Familie, ein Freund hier, eine Freundin da.

Sigmund Freud,  Forscher in den Tiefen der Seele, ein typischer Fünfer

(Foto: heartreport.blogspot.com)

Und noch ein Fünfer, der die Psychologie revolutioniert hat: Carl Gustav Jung

(Foto: laufbahnberatung.biz)

Fünfer sind stolz darauf, auch mit wenig auszukommen und sie achten sehr darauf, wie sie mit ihrer Zeit umgehen und dass ihr persönlicher Raum nicht verletzt wird. Materielles ist ihnen nicht so wichtig, solange sie alles haben, um die Studien zu verfolgen, die sie interessieren. Sie sind unabhängige Denker und an größeren Zusammenhängen und dem größeren Kontext interessiert. Sie haben allerdings Angst vor zuviel Nähe, oft befürchten Fünfer, von ihren und von den Emotionen anderer überrannt zu werden. Ein Fünfer kann ein Snob sein, aber er hat auch oft einen trockenen Humor.

Noch ein berühmter Fünfer: Albert Einstein

(Foto: jessen-thermografie.de)

Ein Fünfer ist glücklich, wenn er unabhängig sein kann und wenn er informiert ist.

Wovor Fünfer Angst haben: unnütz zu sein, hilflos oder unfähig.

Der Fatale Fehler der Fünfer ist Geiz.

Hört sich etwas bescheuert an. Was ist gemeint? Diese Beobachter und Denker sind einfach geizig mit ihrer wertvollen Zeit und ihrem persönlichen Raum. Ein Fünfer wäre einfach nicht glücklich, wenn er ständig sein Arbeitszimmer oder seinen Wohnraum mit irgendwelchen schnatternden anderen Mitmenschen teilen müsste.

Was sie total nervt, ist, wenn jemand alles aus ihnen herausholen will, etwa durch iigitt, eine romantische Bindung! Man kann sich die Konflikte vorstellen, wenn am Horizont eines Fünfers eine Drama Queen wie eine Vier auftaucht…

In Literatur gibt es einige Fünfer. Die berühmteste Fünfer-Figur ist Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Homes. Kühle Deduktion löst den Fall.

(Foto: images.wikia)

Die Ironie der Fünfer? Wer besäße die nicht besser als Dr. Gregory House?

Hugh Laurie als Gregory House, M.D.

(Foto: imageshack.us)

House ist zynisch, gemein, aber auch genial und im Zweifelsfall hilft er immer. Die Autoren haben sich mit seiner Figur tatsächlich ein Wortspiel mit seinem Vorbild Sherlock Holmes ausgedacht: Holmes (home = Haus, Heim) wird zu House (Haus). Auch dieser geniale Detektiv (der Krankheiten aufspürt statt Mörder) macht sich des Drogenmissbrauchs schuldig; statt Violine spielt Multitalent Hugh Laurie ausgezeichnet Klavier.

Im Film “Batman Begins” ist der Held Bruce Wayne ein zurückgezogen lebender Fünfer.

Christian Bale als Bruce Wayne mit Morgan Freeman

(Foto: folow-me-now.com).com)

Um die Welt zu retten, verwandelt er sich in den Achter-Helden Batman (ein Achter ist ein Boss).

(Foto: fusedfilm.com)

Oder die weibliche Version von Cyrano de Bergerac Abby Barnes in der romantischen Komödie “Lügen haben kurze Beine/The Truth About Cats and Dogs”:

Janeane Garofalo als Abby Barnes (Foto: videodetective.com)

Abby gibt in ihrer Radiosendung kompetenten Rat in allen Hunde und Katzen-Angelegenheiten. Als einer der Ratsuchenden ihr näher kommt, gibt sie sich als ihre attraktive Nachbarin, ein etwas hohles Model, aus. Sie beobachtet alles gerne aus gebührender Entfernung – mit komischen Folgen. Und ihr fataler Fünfer-Fehler, nur ja niemanden in ihr Leben zu lassen, hat fast fatale Konsequenzen.

Neue Ideen zu Fünfern? Ich freue mich über Kommentare!

 

Kathrin Sebens

Im Kommentar von Nitya klang etwas sehr Wichtiges an, das eine Figur mit Hilfe des Enneagramms für´s Schreiben interessant machen kann:

(Foto: barbie-ken-kwick.de)

Ken und Barbie sind so schön voll kommen, wozu braucht meine Figur denn da Fehler? Es ist der Konflikt, Mädels ;).

Nitya schrieb: “Aus spiritueller Sicht geht es in allen neun Ausformungen immer um dasselbe: Wie vermeide ich die Erkenntnis meines ursprünglichen Seins?”

Es muss gar nicht mal so spirituell werden für Autoren. Mit dem Fehler kann die Figur schön nett in ihrer Komfortzone bleiben. Dreier schwindeln gern ein bisschen (oder auch mehr), um ihr Image aufrecht zu erhalten und Vierer tun manchmal alles, um ihre Vision am Leben zu erhalten oder das, was sie für die Wirklichkeit halten.

Und da liegt die Möglichkeit, viel Konflikt zu holen. Der Fehler wird diese Figur auch an ihren tiefsten Punkt führen. Die tragische Figur wird sich nicht ändern und untergehen, die anderen Figuren machen im Verlauf des Stoffs gewisse Änderungen durch.

Deswegen wird aus einem Schweinsbeutel kein Seidentäschchen, aber die Veränderung wird spürbar sein.

Kathrin Sebens

Wie sich an seine Figuren heranwagen? Manchmal hilft es, sich als Hilfe ein paar Systemen zu bedienen. Eines davon ist das Enneagramm, das ich hier in einer kleinen Blogreihe vorstellen möchte, wenn es darum geht, Figuren zu schaffen.

Nur kurz noch einmal zum Enneagramm: Es baut auf neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander auf. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – es betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

Heute geht es um Typ Vier, den Romantiker, Künstler und Individualisten.

TYP VIER, der Romantiker, der Künstler, der Individualist

Das sind Menschen, die das Drama lieben, auch Tragödien – und sie verlieben sich gerne. Sie haben vor Gefühlen überhaupt keine Angst, weil sie GROSSE Gefühle haben. Normal oder gewöhnlich zu sein, ist nicht ihr Ding – das wäre einfach zu flach. Sie schaffen wundervolle Visionen, wie das Leben sein könnte, ja wie es sein sollte. Manchmal stellen sie es sich richtig plastisch vor und ergötzen sich am Drama. Nichts ist großartig genug, lang genug, prächtig genug.

König Ludwig II. von Bayern mit seinem Neuschwanstein ist ein typischer Vierer (Foto: de.wikipedia.org)

Vierer träumen von der perfekten Liebe. Sie sind in ihrem Element, wenn es darum geht, einem bei Liebeskummer beizustehen.

(Foto: allmystery.de)

Michael Jackson ist ein typischer Vierer, genauso wie Prince:

(Foto: superfly.fm)

Auch ein Vierer mit einem dramatischen Leben ist die Schauspielerin und Sängerin Judy Garland:

Judy Garland als Dorothy im Zauberer von Oz (Foto: kolibri-imageberatung.de)

Der Fatale Fehler der Vierer ist: Neid

Diese Romantiker denken oft, das Leben wäre soo viel besser, wenn es nur ihrem idealen Skript folgen würde. Wenn es das nicht tut, beneiden sie die wundervolle Vision, die sie bei sich davon geschaffen haben. Vierer sorgen sich darum, verlassen zu werden, und dass ihr Leben irgendwie unzulänglich ist.

Großes Konfliktpotential haben wir, wenn ein Vierer denkt, dass er oder sie irgendwie etwas zu verlieren droht, das er braucht, um sich wohl zu  fühlen. Und merke: ein Vierer hat viel davon.

Ein klassischer Vierer ist die Figur Blanche Dubois in Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams.

Vivien Leigh in der Verfilmung des Tennessee Williams-Stücks als Blance Dubois (Foto: sojourner-in-the-21.com)

Die einstige Südstaaten-Schönheit Blanche hat bei ihrer Schwester Stella Zuflucht gefunden, nachdem der Südstaatenbesitz versteigert wurde und sie auch noch ihre Stelle als Lehrerin verloren hat. Konflikte gibt es zuhauf, vor allem, weil Blanche nicht mehr zwischen Realität und Illusion unterscheiden kann.

Auch Blanches Schöpfer, Tennessee Williams, ist ein Vierer:

(Foto: fotobucket.com)

Gibt es noch andere “klasssische” Vierer, die euch einfallen? Kommentare?

Kathrin Sebens

Willkommen zu Teil 4 meiner kleinen Eneagramm-Blog-Reihe. Warum gerade das Enneagramm, wenn man sich aufmacht, etwas zu schreiben? Ich bin manchmal ziemlich faul – und manchmal will ich es, auch bei Figuren, ziemlich genau wissen. Menschen und damit auch Figuren kommen in allen Größen und formen, mit ganz verschiedenen Eigenschaften – und mit bestimmten, ganz individuellen Fehlern. Gerade die sind für Autoren von Interesse – sie bringen, na was wohl? Den Konflikt, den wir brauchen. Um sich Figuren auszudenken, gibt es alle möglichen dinge, die man sich einfallen lassen kann. Aber man muss ja, gerade bei nebenfiguren, nicht immer gleich das Rad neu erfinden.

Hilfe für Autoren, denen gerade aber so überhaupt nichts einfällt, bieten verschiedene Systeme. In Teil 4 der Enneagramm-Serie sind die Dreier dran, die Erfolgstypen und Macher, die Darsteller.

(Foto: enneagrammschule-tiemann.de)

Noch einmal kurz etwas zum Enneagramm: Es baut auf neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander auf. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.  Das Folgende, wie auch die bisherigen Enneagramm-Typen, ist natürlich immer im Kontext zu sehen. jeder Mensch ist darüberhinaus so verschieden wie wir alle.

 

TYP DREI ist der Erfolgstyp, der Macher und Darsteller

 

Dreier sind sehr auf das richtige Image bedacht. Sie sind immer auf einer Bühne und geben, was die Situation verlangt. Wer jemanden für eine bestimmte Rolle braucht – ein Dreier füllt sie gerne aus.


Ein typischer Dreier: Tom Cruise

Dreier haben oft das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn sie erfolgreich sind, Karriere ist ihnen sehr wichtig.  Sie können gut organisieren und kommunizieren – und sie sind sehr effektiv.

Sie sind gute Manager, verstehen es aber auch gut, mal zu lügen, wenn´s dem Erfolg dient.

Noch ein Dreier: George W. Bush (Foto: wikipedia.org)

Egal, was um ihn herum passiert – wichtig ist dem Dreier,  richtig GUT auszusehen. Auch wenn sie nicht so toll aussehen – sie machen immer den Eindruck, sie täten´s.

Für die Dreier passt der amerikanische Spruch, der direkt aus Hollywood stammen könnte: „Du bist nie zu reich, zu blond oder zu schlank “.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;).

Ein Dreier in Aktion: Silvio Berlusconi (Foto: cdn1.beefco.com)

 

Was ist der Fatale Fehler der Dreier – was kann diesen Erfolgstypen in den Weg kommen?

 

Der fatale Fehler der Dreier: Täuschung und Schwindel

 

Die Dreier sind die Darsteller, die vor der ganzen Welt (und  wichtig:  auch vor sich selbst) eine Fassade errichten, um nur ja gut auszusehen.

Robert Redford als Jay Gatsby im gleichnamigen Film von 1974

(Foto: gabrielletenare.com)

 

Alles Fassade und Täuschung, wie bei Jay Gatsby, dem Millionär, der seine große Liebe beeindrucken will, dessen Reichtum aber auf Alkoholschmuggel basiert (Der Große Gatsby von F. Scott Fitzgerald).

Klar, dass so jemand entsetzt ist von der Idee, IN-kompetent zu sein. Das Schlimmste für einen Dreier ist, wenn er sein fabelhaftes Image verliert.

Nochmehr Ideen zu Dreiern? Immer her damit!

 

Kathrin Sebens

 

 

9 Typen und ihre Fehler: Teil 4 – Die Dreier: Erfolgstypen, Macher und Darsteller

 

Willkommen zu Teil 4 meiner kleinen Enneagramm-Blog-Reihe. Warum gerade das Enneagramm, wenn man sich aufmacht, etwas zu schreiben? Ich bin manchmal ziemlich faul und manchmal will ich es, auch bei Figuren, ziemlich genau wissen. Menschen und damit auch Figuren kommen in allen Größen und Formen, mit ganz verschiedenen Eigenschaften – und mit bestimmten, ganz individuellen Fehlern. 
 
Gerade die sind für  Autoren von Interesse – sie bringen, na was wohl? Den Konflikt, den wir brauchen. Um sich Figuren auszudenken, gibt´s alle möglichen Dinge, die man sich einfallen lassen kann. Aber man muss ja, gerade bei Nebenfiguren, nicht immer gleich das Rad neu erfinden ;).
 
Hilfe für Autoren, denen gerade aber so überhaupt nichts einfällt, bieten bestimmte Systeme.
In Teil 4 der Enneagramm-Serie sind die die Dreier dran, die Erfolgstypen und Macher, die Darsteller.

Noch einmal kurz etwas zum Enneagramm: Es baut auf neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander auf. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – es betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.  Das Folgende, wie auch die bisherigen Enneagramm-Typen, sind natürlich immer im Kontext gesehen. jeder Mensch ist darüberhinaus so verschieden wie wir alle.

 

TYP DREI ist der Erfolgstyp, der Macher und Darsteller

 

Dreier sind sehr auf das richtige Image bedacht. Sie sind immer auf einer Bühne und geben, was die Situation verlangt. Wer jemanden für eine bestimmte Rolle braucht – ein Dreier füllt sie gerne aus.

Dreier haben oft das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn sie erfolgreich sind, Karriere ist ihnen sehr wichtig. Sie können gut organisieren und kommunizieren – und sie sind sehr effektiv.

Sie sind gute Manager, verstehen es aber auch gut, mal zu lügen, wenn´s dem Erfolg dient.

Egal, was um ihn herum passiert – wichtig ist dem Dreier,  richtig GUT auszusehen. Auch wenn sie nicht so toll aussehen – sie machen immer den Eindruck, sie täten´s.

Für die Dreier passt der amerikanische Spruch, der direkt aus Hollywood stammen könnte: „Du bist nie zu reich, zu blond oder zu schlank “.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;).

 

Was ist der Fatale Fehler der Dreier – was kann diesen Erfolgstypen in den Weg kommen?

 

Der fatale Fehler der Dreier: Täuschung und Schwindel

 

Die Dreier sind die Darsteller, die vor der ganzen Welt (und auch vor sich selbst) eine Fassade errichten, um nur ja gut auszusehen.

 

Alles Fassade und Täuschung, wie bei Jay Gatsby, dem Millionär, der seine große Liebe beeindrucken will, dessen Reichtum aber auf Alkoholschmuggel basiert („Der Große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald).

Klar, dass so jemand entsetzt ist von der Idee, IN-kompetent zu sein. Das Schlimmste für einen Dreier ist, wenn er sein fabelhaftes Image verliert.

 

 

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