Was treibt eine gute Geschichte an? Der Konflikt auf jeden Fall. Konflikte kommen in allen Arten und Sorten, vom Antagonisten bis zur Natur (Erdbeben, Schneesturm Eyjafjallajökull usw.).

Am besten kommt ein Konflikt aber, wenn er tief drinnen im Helden/der Heldin sitzt. Deshalb möchte ich ein bisschen etwas über einen Fehler der Heldin erzählen. Und zwar nicht den, dass sie gerne Gummibärchen isst. Peanuts.

Die Heldin sollte einen entscheidenden, einen fatalen Fehler haben.  Hört sich das seltsam an? Wenn sie die Heldin sein soll, dann müsste sie doch wundervoll sein? Und der Held doch auch…

(Foto: kwick.de)

Aber zwei einfach perfekte Menschen werden es ziemlich schwer haben, in Konflikte miteinander und mit ihrer Umwelt zu geraten. Barbie und Ken wären ein Beispiel.

Also Plastiktypen mit überhaupt keinem Problem.

Den besten, zwingendsten Konflikt bekommt man, wenn er aus dem Innern der Figuren kommt, wenn er IN der Figur liegt. Erst mal sind sie vielleicht sympatische Menschen (der Leser soll schließlich mit ihnen fühlen) aber sie brauchen am besten eine inneres Problem. Das heißt, wenn sie im Verlauf der Handlung wachsen sollen oder etwas lernen sollen. Hier im  Inneren der Figur findet man einen großen Schatz, wenn man sich auf die Suche nach Konflikten macht. Es gibt verschiedene Wege, sich da etwas auszudenken. Leichter fällt das mit ein paar psychologischen Grundlagen und auch mit Hilfe von Systemen.

Eines möchte ich in den nächsten Blogs vorstellen: Das Enneagramm.

(Foto: enneagrammschule-thiemann.de)

Beim Enneagramm geht es um neun verschiedene Persönlichkeitsmuster und ihre Beziehungen zueinander. Der Name stammt aus dem Griechischen; ennea ist das griechische Wort für “neun”, gramma heißt “Modell”.

Nach dem Enneagramm hat jeder Mensch eine bestimmte Weltsicht – er betrachtet die Welt durch einen entsprechenden Filter, dazu entsprechend wird dem Menschen dann eine der neun Zahlen zugeordnet.

Darum sollen sich dann bestimmte Menschen so und nicht anders verhalten. Oh Mann, jeder Mensch soll nicht mehr Auswahl haben als ein Typ unter mal gerade neun Typen zu sein?! Das hört sich ganz schön simpel und einengend an.

Nun würde ich ja auch so ein System deshalb nur als Hilfsmittel benutzen.

Außerdem gibt es deshalb beim Enneagramm noch die Flügel, das sind die Ähnlichkeiten mit den jeweiligen Nachbar-Typen links und rechts. Jeder Enneagramm-Typ hat auch Eigenschaften eines benachbarten Typs. Und es gibt die sogenannten Pfeile.

Das steht in jedem guten Buch über Enneagramme. Das  sollte der nachlesen, der sich genauer über das Enneagram informieren will. Ich möchte in meiner kleinen Blogreihe erst mal nur die einzelnen Typen vorstellen – und was sie ticken lässt.

Das sind die neun Typen:

  • 1: Der Perfektionist
  • 2: Der Helfer/der Gebende
  • 3: Der Macher
  • 4: Der Romantiker/Künstler
  • 5: Der Beobachter/Denker
  • 6: Der Loyale/ der Skeptiker
  • 7: Der Vielseitige/der Abenteurer
  • 8: Der Boss
  • 9: Der Friedliebende

Und was wollen sie?

  • Die Eins: will gut sein/Recht haben/alles richtig machen
  • Die Zwei: will sich kümmern/nett sein/nachdenken
  • Die Drei: will bewundert werden/erfolgreich sein
  • Die Vier: will verstanden sein/sich ausdrücken
  • Die Fünf: will alleine zurechtkommen/informiert sein
  • Die Sechs: will sich sicher sein/behütet sein/sicher sein
  • Die Sieben: will Macht haben/Kontrolle haben
  • Die Neun: will sich´s leicht machen/Ruhe haben

Allein aus dem, was die Typen so wollen bzw. gerne hätten, kristallisieren sich schon einige Fehler und Konflikte mit den anderen Typen heraus.

Anmerkungen und Ideen dazu? Was sind eure Erfahrungen mit dem Enneagramm?

Beim nächsten Mal geht´ s weiter mit der EINS, der Perfektionistin.

 

Kathrin Sebens

Aber zwei einfach perfekte Menschen werden es ziemlich schwer haben, in Konflikte miteinander und mit ihrer Umwelt zu geraten. Barbie und Ken wäre ein Beispiel.

Also Plastiktypen mit überhaupt keinem Problem.
 
Den besten, zwingendsten Konflikt bekommt man wenn er aus dem Innern der Leute Figuren kommt wenn er IN der Figur liegt. Erst mal sind sie vielleicht sympatische Menschen (der Leser soll schließlich mit ihnen fühlen) aber sie brauchen am besten eine inneres Problem. Das heißt, wenn sie im Verlauf der Handlung wachsen sollen oder etwas lernen sollen.
 
Hier im  Inneren der Figur findet man einen großen Schatz, wenn man sich auf die Suche nach Konflikten macht.
 
Es gibt verschiedene ‚Wege, sich da etwas auszudenken.
 
Leichter fällt das mit ein paar psychologischen Grundlagen und auch mit Hilfe von Systemen. 
Eines möchte ich in den nächsten Blogs vorstellen: Das Enneagramm.
 
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