You are currently browsing the monthly archive for Oktober 2010.
Captain Ahab friedlich neben Tom Sawyer, Team Thoreau geht mit Team Vonnegut einen trinken – alles möglich mit den T-Shirts der amerikanischen Firma novel-T auf www.novel-T.com
Man kann wählen zwischen Romanfiguren und Autoren – gespielt werden dann statt der Weltmeisterschaft die Wortmeisterschaften, schätze ich mal.
Die Firma hat jetzt sogar den Ritterschlag der Fashionistas bekommen – Als Jonathan Ames von novel-T neulich die New York Times aufschlug, rief er: „Hey, das ist mein T-Shirt!“ Er hatte sich daselbst – in der Style Section der NYT gefunden.
Coole Idee, oder?
Ich bekomme einmal die Woche den ziemlich praktischen Newsletter Publisher´s Marketplace:
http://www.publishersmarketplace.com/
Es kostet zwar was, aber manchmal lohnt es sich.
So wie heute:
Ich habe schon Briefromane und E-Mail-Romane gelesen. Ich kenne auch einen Jugendroman, der nur aus SMS besteht. Er hat es (noch nicht) auf den deutschen Markt geschafft, ist ahalt tatsächlich ziemlich kleinteilig zu lesen.
Eine Autorin, die ich kenne, erzählte mir am Wochenende, sie hätte schon letztes Jahr ein Exposé über einen Roman in Blogs und Twits zu einem großen deutschen Verlag geschickt – bislang scheint ihr Projekt an dem Ort zu sein, den amerikanische Drehbuchautoren so sprechend „Development Hell“ nennen. Keine Lösung in Sicht, dass das Projekt in nächster Zeit veröffentlicht wird. Wie gut, dass die Kollegin exzellent auf anderen Kanälen schippert.
Da kommt dann heute auf Publisher´s Marketplace ein Beispiel, wie man Social Media (also Facebook, Twitter, Xing und Co.) noch weiterdrehen kann.
Lektor Tom Bouman vom amerikanischen Verlag Houghton Mifflin Harcourt war auf Facebook unterwegs und wurde fündig:
Er stieß auf die Facebook-Seite 420 CHARACTERS. (Anmerkung: Bei Facebook hat man genau 420 Zeichen, um etwas über sich in das Profil zu schreiben).
http://www.facebook.com/group.php?gid=125303967480048
In der Beschreibung der Gruppe heißt es: „420 Characters ist eine Kreativ-Schreib-Gruppe, in der die Mitglieder Kurzgeschichten mit 420 Zeichen schreiben, die genau in einen einzelnen Profil-Eintrag passen.“
Hier die genaue Gebrauchsanweisung:
„To write your story type it into your profile status and press “share”. If shorter than 420 it will get posted. Then copy + paste it over to this group. If over 420 fb will give you the following message “Status too long” so edit it until it fits.“
Ja, was soll ich sagen: Tom Bouman hat sich erst mal das Vorkaufsrecht auf die Kurzgeschichten-Sammlung gesichert, Erscheinungstermin soll Herbst 2011 sein.
Wäre das eine Idee für eine deutsche Version? Wäre doch zu überlegen, oder?
Jetzt sind es gerade noch zwei Wochen, dann geht es wieder los: National Writing Month, kurz NaNoWriMo. November ist seit ein paar Jahren der Monat, wo alle, die schreiben, oder schreiben wollen, sich selbst einen kleinen Tritt in den Hintern geben können: Das Ziel ist, vom 1. bis zum 30. November genau 50.000 Wörter zu schreiben:
Wie die Worte zustande kommen, ist egal, was auch, Hauptsache, man bringt etwas zu Papier.
Und selbst, wenn es nicht 50.000 Wörter werden – das ist nicht schlimm. Auf jeden Fall hat man ja in dieser Zeit ein paar Mitstreiter und Mitstreiterinnen kennengelernt.
Denn NaNoWriMo ist seit Jahren mit seinen vielen Foren eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Autoren auszutauschen, sogenannte Writing Buddies. Autoren, die vielleicht gleich um die Ecke wohnen, mit denen man sich treffen kann. Oder Autoren, die gerade in dieser kleinen verstiegen scheinenden Ecke schreiben, die im eigenen Freundeskreis keiner kapiert.
Also, am besten schon mal reingehen und in die einzelnen Unterforen hineinschauen, z.B. die für Deutschland:
http://www.nanowrimo.org/de/node/122
und naNoWriMo bei Twitter:
http://twitter.com/#!/NaNoWriMo
Hat schon mal jemand bei NaNoWriMo mitgemacht? Was sind eure Erfahrungen?
Autoren und Autorinnen sitzen viel zu oft allein vor dem Computer – leider gibt es nicht in jeder Stadt die Möglichkeit wie in Berlin, sich mit dem Laptop zu ein paar Kollegen auf einen Latte ins Café zu verdrücken. Da gibt es seit ein paar Jahren, initiiert von Andreas Wilhelm www.AndreasWilhelm.info das www.autorenforum.montsegur.de.
Es existieren viele Foren für Hobbyautoren, dieses ist eines für bereits veröffentlichte. Viele Infos, reger Austausch und man kann auch mal doofe Fragen stellen, zum Beispiel zur Grammatik oder wie man einer Szene auf die Sprünge helfen kann. Und: Seit vier Jahren treffen sich die Forumsmitglieder in Oberursel persönlich, auch dieses Jahr wieder mit organisiert von Andreas Wilhelm und Martina Sahler http://www.schreibstil-service.net/
Was das nun wieder bringt? Nun, abgesehen davon, dass man von einer ausgewiesenen Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie wie Dr. Melanie Metzenthin erzählt bekommt, wie ein Psychopath tickt (2009) oder die Menschen im Allgemeinen (Narzisten, Zwanghafte usw.) sich so durchschlagen, kann man mal mit Gleichgesinnten zusammensitzen. Also ohne Zivilisten. Selbst ein noch so liebender Partner kennt nicht den Wahnsinn, der einen vor einer Leeren Seite beschleichen kann oder den Grummel, wenn eine Szene nicht stimmt.
Also auch 2010: Viel Interessantes gehört und nett zusammengesessen. Manches ins Notizbuch aufgeschrieben, was die KollegInnen an Tips für Blogs und Seiten von anderen oder neuen Bücher zu sagen hatten. Hat sich wieder gelohnt.
Die Lesungen hat Philipp Bobrowski in seinem Blog verfolgt:
http://philippbobrowski.wordpress.com/2010/10/01/autoritaten-in-oberursel/



