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Der amerikanische Medienmarkt ist einer der größten der Welt. Was dort aufkommt, schwappt in etwa ein, zwei Jahren in die deutschen Buchhandlungen, Kinos und Fernseher.
Praktisch, mal einen regelmäßigen kleinen Blick in das zu werfen, was, auch als Autoren, auf uns zukommen wird.
Hier kommen in Zukunft die Neuigkeiten aus der amerikanischen Medienwelt – kurz und bündig. Quelle ist „Publisher´s Marketplace.com, ein regelmäßig erscheinender Branchendienst.
Deals im Bereich „FICTION“:
Zuerst die Debuts. Denn es ist bekannterweise besonders schwer, in einen hart umkämpften Markt einzubrechen.
Debut
Molly Shapiros LOVE.COM, die Geschichte von vier Frauen und den Herausforderungen und Triumphen in Liebe, Sex, Ehe und Freundschaft in einer digitalen Zeit: mit Online Dating, SMS und Twitter.
So vorgestellt oder „gepitcht“: Sex and the City trifft den Mittelwesten.
(Zum Pitch, der Kurzzusammenfassung eines Stoffes ausführlich in einem späteren Blog). Verkauft an Kelli Fillingim bei Ballantine durch Ellen Levine bei Trident Media Group (NA).
Krimi (Mystery/Crime)
Tessa Harris´ Debut THE ANATOMIST’S APPRENTICE, gepitcht als CSI trifft Jane Austen. Hauptfigur ist Dr. Thomas Silkstone, ein Amerikaner, der Kriminalfälle im London der 1790er Jahre mit wissenschaftlichen Methoden löst.
Verkauft an John Scognamiglio bei Kensington, in einem Vertrag über 3 Bücher durch Melissa Jeglinski von The Knight Agency (World).
Deals ins Ausland
Deutsche Rechte an Dean Koontz’ WHAT THE NIGHT KNOWS an Heyne, durch Lennart Sane bei Lennart Sane Agency.
lennart.sane@lennartsaneagency.com
Deutsche Rechte an Steve Altens PHOBOS and GRIM REAPER an Heyne, durch Danny Baror bei Baror International.
danny@barorint.com
Vorkaufsrecht der Deutschen Rechte an Madeline Millers IN THE ARMOR OF ACHILLES an Dorothee Grisebach beim Berlin Verlag.
Deutsche Rechte an Jim Thompsons NOW AND ON EARTH, SAVAGE NIGHT und CHILD OF RAGE an Heyne, durch Heather Baror at Baror International.
danny@barorint.com
Deutsche Rechte an Lori Handelands BLUE MOON und HUNTERS MOON – Omnibus Edition, an VGS, durch Heather Baror at Baror International.
heather@barorint.com
Deutsche Rechte an The Mulgray Twins’ ABOVE SUSPICION an Bloomsbury Berlin, durch Christian Dittus bei Paul & Peter Fritz Agency für Frances Hanna bei Acacia House.
bhanna.acacia@rogers.com
Hier gibt´s ab jetzt: Schreib-Tipps, von A wie Anfängen bis zu Z wie Ziel z.B. einer Hauptfigur. Dazu alles Mögliche zu Filmen, romantischen Komödien, Romanen und mehr – willkommen beim autorencafé-blog!
Und warum Autorencafé?
Ach – ich dachte einfach an das, was Friedrich Torberg über die alten Kaffeehäuser vor 1933 geschrieben hat:
„Auch die Stammgäste der früheren Literaturcafés waren beschäftigt: zum Teil eben damit, im Kaffeehaus zu sitzen, zum Teil mit Dingen, die sie im Kaffeehaus erledigen konnten und wollten. Dort schrieben und dichteten sie. Dort empfingen und beantworteten sie ihre Post. Dort wurden sie telefonisch angerufen, und wenn sie zufällig nicht da waren, nahm der Ober die Nachrichten für sie entgegen. Dort trafen sie ihre Freunde und ihre Feinde, dort musste man hingehen, wenn man mit ihnen sprechen wollte, dort lasen sie ihre Zeitungen, dort diskutierten sie, dort lebten sie.“
Friedrich Torberg, Traktat über das Wiener Kaffeehaus, 1959
Übrigens, wenn ich von Autoren rede, meine ich auch Autorinnen, und wenn ich von Autorinnen schreibe, meine ich auch Autoren.
Auch wichtig: Es gibt viele verschiedene Arten, zu schreiben und eine Geschichte aufzubauen. Es gibt Autorinnen, die schwören auf die Reise des Helden, es gibt welche, die mögen ein 3-Akt-Struktur und schreiben mit „Plot Points“ (mehr dazu später auch hier), anderen lieben es, eine Geschichte in 5 Akten zu erzählen.
Wer hat Recht?

William Goldman, der Autor von „Butch Cassidy and The Sundance Kid“, und der „Brautprinzessin“ brachte es auf den Punkt:
„Nobody knows anything“ – keiner weiß irgend etwas.
Aber man kann es immer versuchen.
Wie geht ihr mit den vielen Möglichkeiten um, zu schreiben? Analytisch, emotional oder mit einer Mischung?


